Im Interview mit „Spiegel Online“

Fotografin bezeichnet Saarland als „trostlos“ und „deprimierend“

Die Dillinger Hütte im Saarland (Symbolbild).FOTO: BECKER&BREDEL / bub

Saarbrücken . Für das Projekt „Kleinstadt“ hat die Fotografin Ute Mahler verschiedene deutsche Kleinstädte fotografiert. Auch im Saarland war die 69-Jährige zu Gast, wie sie im Interview mit „Spiegel Online“ erzählt – und war überrascht. Negativ überrascht.

Drei Jahre lang war Ute Mahler in Deutschland unterwegs, um die Frage zu beantworten, wer heutzutage noch in Kleinstädten lebt und was die Orte verbindet. Besonders überrascht war die Fotografin wohl von Orten in unserem kleinen Bundesland, wie sie in einem Interview mit „Spiegel Online“ berichtet: „Ich hatte nicht erwartet, wie deprimierend es etwa im Saarland aussieht. Das ist viel gravierender als in ostdeutschen Kleinstädten, in deren Sanierung nach der Wende ja viel Unterstützung geflossen ist.“

Weiter wird Mahler in dem Interview zitiert: „Im Osten sehen Straßen und Fassaden teilweise aus wie perfekte Kulissen, in denen man nur die Statisten vermisst. Im Saarland fehlen die Leute auch - doch es sieht noch trostloser aus, weil dort die große Sanierungswelle in den Sechziger- und Siebzigerjahren war und danach nicht mehr viel passiert ist.“

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