Frühsommer bleibt sonnig

Derzeit hat sich eine Pendel-Wetterlage zwischen Hochs und Tiefs über Mitteleuropa etabliert. Tiefausläufer bringen lokal Schauer und Gewitter, jedoch keine grundlegende Wetteränderung. Immer wieder lösen sich vom Azorenhoch neue Hochzellen ab, die für sonnigen Frühsommer sorgen. Die Regenausbeute im Köllertal war auch bei den Schauern äußerst gering

Derzeit hat sich eine Pendel-Wetterlage zwischen Hochs und Tiefs über Mitteleuropa etabliert. Tiefausläufer bringen lokal Schauer und Gewitter, jedoch keine grundlegende Wetteränderung. Immer wieder lösen sich vom Azorenhoch neue Hochzellen ab, die für sonnigen Frühsommer sorgen. Die Regenausbeute im Köllertal war auch bei den Schauern äußerst gering. An dieser eingefahrenen Wetterlage soll sich mittelfristig kaum etwas ändern, so dass sich die Trockenheit, die Besorgnis erregende Ausmaße annehmen könnte, zum Monatswechsel fortsetzt. Wir erleben seit vier Monaten eine derart trockene Periode, wie seit 35 Jahren nicht. Wegen dieser mediterranen Witterung benötigen wir regenreiche Sommermonate, um das Niederschlagsdefizit wenigstens etwas abzubauen.Nach Abzug des Gewittertiefs Viktor machte sich gestern aus Westen schon wieder ein Azorenhochkeil bemerkbar, der die Schauerneigung dämpft. Zum Wochenende entsteht aus dem Hochkeil ein eigenständiges Hoch namens Birgit. Es wird heiter bis wolkig, die Sonne erwärmt die Polarluft am Samstag auf Werte bis 20 Grad, während am Sonntag bis 23 Grad gemessen werden. Am Montag verabschiedet sich Birgit nach Osteuropa, und im Vorfeld des nächsten Atlantiktiefs Winfried gelangt ein Schwall subtropischer Luft aus Südwesten zu uns. Es wird zunehmend schwül bei Höchstwerten um 27 Grad. Dabei ist es sonnig mit vermehrten Quellwolken, aus denen sich gegen Abend Gewitter entladen können. Zum Mai-Ausklang am Dienstag zieht das Tief mit schauerartigem Regen von West nach Ost durch, dahinter lockert die Wolkendecke auf.

Erneut folgt eine spürbare Abkühlung auf 18 bis 15 Grad. Danach dehnt sich zum Start in den Juni am Mittwoch abermals hoher Luftdruck nach Deutschland aus, es wird freundlicher, das Thermometer klettert auf 20 Grad, in der zweiten Wochenhälfte wieder bis auf 25 Grad. Gleichzeitig wird es wieder schwül und gewittrig.

Wie immer bei Schauern und Gewittern gilt, dass sie nicht jeden treffen. Selbst im kleinen Saarland kann es auf engem Raum lokal große Unterschiede in der Regenmenge geben. Der eine wird also geduscht, während der andere gießen muss.

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