Kerosin

Gutachten über Kerosin-Ablass verzögert sich

ZWEIBRÜCKEN. Wie gefährlich abgelassenes Flugbenzin für die Bevölkerung ist, bleibt weiterhin unklar. Zwar sollte dieser Tage ein Gutachten des Bundesumweltamts (BUA) über die Gefahren von Kerosin-Ablass aus Flugzeugen präsentiert werden und erste Ergebnisse auch bei der aktuellen Umweltministerkonferenz (UMK) in Bremen erläutert werden.

Das hatte zumindest Lars Mönch, zuständiger Fachgebietsleiter im BUA, noch vor knapp zwei Monaten bekräftigt. Doch das Gutachten liegt noch nicht vor und wird sich wohl bis zur nächsten UMK im Mai 2019 verzögern. Das sagte Mönch jetzt auf Anfrage der SZ. Warum die Verzögerung? Man habe festgestellt, „dass verfügbare Modelle, die wir schon angepasst haben, immer noch nicht tauglich sind, um ökotoxikologische Fragen zu beantworten“, betonte Mönch. Den Experten fehlt also die Berechnungsgrundlage, um beurteilen zu können, ob und inwieweit Boden, Wasser und Luft beim Ablass von Flugbenzin in Mitleidenschaft gezogen werden.

(ek)
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