Interview mit Grünen-Landeschefs

„Bouillon ist als Sportminister verbrannt“

Die Landesvorsitzenden der Grünen, Tina Schöpfer und Markus Tressel, vor dem Landtag. Ob es für einen Wiedereinzug im Jahr 2022 reichen wird? FOTO: BeckerBredel

Saarbrücken. Die Grünen-Landeschefs kritisieren die Aufarbeitung der Missstände beim Landessportverband und fordern einen echten Neuanfang.

Als die Grünen im letzten Jahr nach der Wahl aus dem Landtag flogen, ging auch in der Partei eine Ära zu Ende. Der umstrittene Landeschef Hubert Ulrich, der mehr als ein Vierteljahrhundert den Landesvorsitz innehatte, trat zurück. Markus Tressel folgte auf ihn und übernahm mit Tina Schöpfer das Ruder. Seitdem ist es ruhiger geworden, die alten Grabenkämpfe scheinen beigelegt. „Ohne uns selbst loben zu wollen: Ich glaube, wir haben den Wechsel ganz gut hinbekommen“, sagt Tressel.


Die Grünen haben beim Saarlandtrend zugelegt, von vier auf sechs Prozent. Wie wollen Sie diese Zustimmungswerte bis zu den nächsten Wahlen beibehalten?

SCHÖPFER Wir sind sehr froh, dass wir es aus der außerparlamentarischen Opposition heraus geschafft haben, innerhalb von einem Jahr von vier auf sechs Prozent zu kommen und damit sicher im Landtag wären. Da ist bestimmt noch Luft nach oben, aber momentan freuen wir uns, dass wir sehr viele aktive Mitglieder haben, dass keiner resigniert hat, sondern im Gegenteil die Leute auf die Straße gehen und für grüne Themen werben. Das gibt uns jetzt auch Auftrieb für die Kommunalwahlen.

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