St. Wendel

LSVS-Vize will Projekt mit Kreis überprüfen

St. Wendel. Der Landessportverband (LSVS) beschäftigt sich dieser Tage auch mit einem Projekt, für das er gar nicht allein verantwortlich ist, das ihn aber in ein kritisches Licht rückte.

Es geht um die Internet-Plattform „Vereinsplatz St. Wendel“, über die die SZ gestern berichtete. An den LSVS flossen und fließen über 100 000 Euro aus dem Projekt „Landaufschwung“ des Bundeslandwirtschaftsministeriums – über einen Umweg, den Landkreis St. Wendel. Denn für den hat der LSVS seit 2016 als eine Art Dienstleister agiert. Eine ungewöhnliche Konstruktion, meint auch LSVS-Vizepräsident Franz Josef Schumann (CDU). Er kündigte gegenüber der SZ eine „lückenlose Aufklärung“ zur Entstehung der Kooperation sowie zur Verwendung der Mittel an. Er selbst, sagt Schumann, bis 2008 Landrat von St. Wendel, habe mit dem Zustandekommen „überhaupt nichts zu tun“. Er sei lediglich bei einer Scheckübergabe für den LSVS-Präsidenten  Klaus Meiser (CDU) eingesprungen. Deshalb kenne er die Motivation des LSVS nicht, für den Landkreis als Projektträger aufzutreten. Er vermutet dahinter aber eine „Win-Win-Situation“: Da der LSVS sich sowieso um Sportvereine kümmere, habe man dies im Kreis St. Wendel mit zusätzlichem Geld noch intensiver tun können.

top