Landespolitik

Politik-Nachwuchs ist nur selten weiblich

Die Juso-Landesvorsitzende Kira Braun. FOTO: Mauritius te Dorsthorst

Saarbrücken. Sie sind meist männlich und Akademiker – und somit kein repräsentatives Abbild der Gesellschaft: die führenden Köpfe der politischen Jugendorganisationen.

Die politischen Jugendorganisationen der Parteien haben zwei große Probleme. Unter den Mitgliedern finden sich zum einen überwiegend Männer. Zum anderen sind die meisten davon Akademiker. Frauen und Auszubildende sind hingegen deutlich unterrepräsentiert. Das widerstrebt nicht nur dem Vorhaben der Parteien, für mehr Vielfalt in der Politik zu sorgen. Vielmehr zeigt sich bereits in den Jugendorganisationen keine wirkliche Repräsentation der gesellschaftlichen Verhältnisse in Deutschland.

Allerdings sind im Saarland deutliche Unterschiede, was den Frauen- und Nicht-Akademikeranteil betrifft, in den Parteien erkennbar. In fast jeder Partei sind weit weniger als die Hälfte der Mitglieder Frauen. Nur bei der Grünen Jugend Saar ist das Verhältnis relativ ausgewogen. „Momentan sind bei uns 80 Frauen und 81 Männer Mitglied, das Verhältnis ist also sehr ausgeglichen“, erklärt Jeanne Dillschneider, Landessprecherin der Grünen Jugend Saar. Darüber hinaus sieht sich die Grüne Jugend als „feministischer Verband“. Es besteht also eine 50-Prozent-Regelung, wodurch mindestens die Hälfte der Plätze in Gremien und dem Vorstand mit Frauen, Inter- oder Transsexuellen besetzt sein müssen.

Juli-Landeschef Julien François Simons. FOTO: Julien Simons
top