Haftstrafe ohne Bewährung verhängt

Wenn der neue Papa ein kleines Mädchen sexuell missbraucht

(Symbolfoto)FOTO: picture-alliance / gms / Arnd_Petry

Saarbrücken. Ein kleines Mädchen wurde zu Hause über Jahre zum Opfer sexueller Übergriffe. Der Täter war der neue Lebensgefährte ihrer Mutter. Jetzt stand der Mann vor Gericht.

Wegen sexuellen Missbrauchs eines Kindes in rund 50 Fällen hat das Landgericht Saarbrücken einen Saarländer zu drei Jahren Gefängnis ohne Bewährung verurteilt. Der heute 32 Jahre alte Angeklagte hatte zuvor gestanden, dass er von 2009 bis 2014 die kleine Tochter seiner damaligen Lebensgefährtin sexuell missbraucht habe. Das Ganze habe begonnen, als das Kind etwa neun Jahre alt gewesen sei.

Geständnis und Entschuldigung vor Gericht


Der voll geständige Mann entschuldigte sich vor Gericht bei dem Mädchen sowie bei dessen Mutter und erklärte sich bereit, ein Schmerzensgeld in Höhe von 5000 Euro an sein mittlerweile volljähriges Opfer zu zahlen. Dieses Verhalten im Strafprozess wirkte zwar deutlich strafmildernd, so der Vorsitzende Richter in der mündlichen Urteilsbegründung. Trotz Geständnis, Entschuldigung und Täter-Opfer-Ausgleich müsse der Mann aber ins Gefägnis. Denn eine vom Verteidiger beantragte Haftstrafe zur Bewährung sei im konkreten Fall „schlechterdings undenkbar“.

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