Eisenbahnfreunde

Selbst Staub ist der Realität nachempfunden

Die Hochofenanlage im Modellbau-Maßstab 1:87. Wer ein Detail findet, das nicht stimmt, soll sich melden . . .  FOTO: Johannes Bodwing

Dillingen. Hüttenwerk-Besitzer zu sein, hat für die Dillinger-Aktionäre sicher seinen Reiz. Den Dillinger Eisenbahnfreunden geht das nicht viel anders.

Mit Liebe zum Detail bauen die Eisenbahnfreunde Dillinger ihr eigenes Hüttenwerk. Aber dort rollen nicht bloß Züge. An ferngesteuerten Lastwagen leuchten die Lampen, an einer Werkhalle blitzt es bei Schweißarbeiten, auf der Schlackenhalde glüht die abgelassene Masse am Hang.

Auf knapp 17 Metern ist die Hüttenanlage im Format H0 aufgebaut, im Maßstab 1:87. Zwölf einzelne Module mit einer Breite von rund 90 Zentimetern sind aneinander gestellt. Für ihren Transport kommen je drei bis vier davon übereinander in Gestelle. Denn die ausgeklügelte Bahnanlage reist demnächst nach Erfurt, sagt der Vorsitzende, Uwe Braun, im Clubheim am Weißkreuzstadion. Für die Ausstellung „Modell Leben“ vom 20. bis 22. Februar. Und am 2. April gehe es zur „Intermodellbau“ nach Dortmund. „Das ist die größte Messe weltweit für Modellbau.“ Beide Termine ergaben sich aus der Mitgliedschaft im Modellbauverband Deutschland.

Kern der Dillinger Anlage war ein Hüttenwerk von Mitte der 1990er Jahre. Damals neun Meter lang, mit zwei Hochöfen und einem Elektrostahlwerk. 2001 wuchs es auf zwölf Meter an. Mit vier Hochöfen in Reihe, wie bei der Dillinger Hütte in den 70er Jahren. Durch Schäden beim Abbau war diese Anlage ab 2005 aber nicht mehr funktionsfähig. 2010 kaufte der Verein sie vom verstorbenen Besitzer auf.

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