Rotmilan

Rotmilane durch Windräder bedroht

Ein Rotmilan im Flug — Windräder stellen hier Hindernisse dar.  FOTO: Rudolf Bigler

Lebach/Eppelborn. Naturschutzbund wirft Behörden Heuchelei vor und verlässt Gespräche im Umweltministerium.

Unter einem Windrad im Gohlocher Wald bei Landsweiler soll ein zerfetzter Rotmilan gefunden worden sein. Ein weiterer unter einem Windrad in Eppelborn. Auf Facebook postete der Naturschutzbund (Nabu) Saarlouis/Dillingen diese Woche, dass vor wenigen Tagen der Deutsche Tierschutzbund einen verletzten Mäusebussard unter einer Windkraftanlage in Landsweiler entdeckt habe, der dann eingeschläfert werden musste. Zudem wird von einem weiteren Rotmilan in Eppelborn berichtet, der einen Flügel verloren habe und gestorben sei.


In dem Post heißt es weiter, aus Protest gegen die „Heuchelei der Behörden“ verlasse der Nabu Saarlouis/Dillingen mit sofortiger Wirkung die Gespräche mit den Behörden im Umweltministerium. „Während unsere bedrohten Vogelarten auch weiterhin geschreddert unter den Windkraftanlagen zu finden sind“, setzte man dort auf die Strategie „aussitzen”.

„Es sind mittlerweile aber nicht mehr die behördlicherseits verharmlosend als ,nicht signifikat’ ins Feld geführten Einzelfälle, sondern es artet aus“, schreibt der Nabu und kritisiert zudem, dass die ohnehin „knapp bemessenen Schutzradien von 3000 Meter um einen Windschredderturm herum“ oft unterschritten würden.

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