Pferderennen Lebach

Steht das Pferderennen vor dem Aus?

Die Rennstrecke auf La Motte muss saniert werden. 135 000 Euro müsste die Stadt an Kosten aufwenden. Wie es weiter geht, entscheidet der Stadtrat. FOTO: atb-thiry / atb-thiry/Fotograf-Bonenberger

Lebach. Stadtrat diskutiert über Lebacher Pferderennen während der Grünen Woche. Hohe Kosten, geringe Einnahmen.

Das Lebacher Pferderennen steht auf der Kippe. 135 000 Euro würde in diesem Jahr das Ausrichten dieser Traditionsveranstaltung die Stadt Lebach kosten. Darin eingeschlossen sind die Kosten für die Sanierung der Trails und die Bauhofkosten. Die Fortführung des Lebacher Pferderennens wird unter anderem Thema im Stadtrat am Donnerstag sein. Kurz nach der Februar-Sitzung hatte Bürgermeister Klauspeter Brill den Leiter der Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Toni Bartz, beauftragt, ein Konzept zum Lebacher Pferderennen zu erarbeiten.


Innerhalb von nur 14 Tagen hat Bartz eine Situationsanalyse erarbeitet. In der 22-seitigen Vorlage stellt Bartz die erforderlichen Arbeiten auf, geht auf Einnahmemöglichkeiten sowie Ausgabenminderung ein und stellt vier Beschluss-Alternativen vor. Für dieses Jahr könnten wegen der Kürze der Zeit keine umfassenden Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung mehr getroffen werden. Bartz beleuchtet die vier Alternativen: Das Pferderennen findet nicht mehr statt, es findet nur noch dieses Jahr statt, es findet nur noch die nächsten zwei Jahre statt, dann ist Schluss oder die vierte Alternative, dass die Rennveranstaltung auf unbestimmte Zeit weiter geführt werde.

Zu den vier Vorschlägen gibt es jeweils eine Kostenaufstellung, Vor- und Nachteile werden beleuchtet. In dem Papier werden die Kosten für Bauhof, externe Arbeiten, Sanierung der Bahn und des Turms aufgeführt. Sollten sich die Mitglieder des Stadtrates für den Erhalt der Traditionsveranstaltung entscheiden, müsste ein weitreichendes Konzept erarbeitet werden. Neue Sponsoren müssten gesucht werden und das Rennereignis in ein neues Konzept eingebaut werden. Das könnte zum Beispiel ein dreitägiger Mittelaltermarkt sein, wie es ihn in der Partnerstadt Bitche gibt. Solche Märkte erfreuten sich immer größerer Beliebtheit und das Gelände wäre nicht nur für ein paar Stunden genutzt. Was laut Bartz den enormen Arbeitsaufwand rechnen würde.

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