Schulhunde im Einsatz

Zwei Schulbegleiter auf vier Pfoten

Der Labrador Einstein sieht gespannt zu, wie an der Gemeinschaftsschule Nalbach Lehrerin Kerstin Hammerschmitt eine Aufgabe im Heft von Lilly korrigiert. Giuliana sitzt mit am Tisch. FOTO: Barbara Scherer

Nalbach. An der Nalbacher Schule am Litermont sind zwei Hunde im Einsatz: Einstein ist am Vormittag im Unterricht dabei und Bruno bei der Nachmittagsbetreuung der Ganztagsschule.

Die Kinder sitzen an ihren Tischen. Bücher, Stifte und Hefte liegen bereit. Der Mathe-Unterricht kann starten. Nein, noch nicht ganz. „Sind alle Tasche zu?“, fragt Lehrerin Kerstin Hammerschmitt. Während ihre Mitschüler die Reißverschlüsse kontrollieren, geht Celina mit einem großen Besen durch die Reihen und fegt alle Krümel zusammen. Ein letzter Kontrollblick gilt dem Mülleimer – der muss nämlich auf dem Tisch stehen. Erst dann darf Einstein seine Box verlassen.

Zunächst blickt er mit seinen wachen braunen Augen fragend zu Kerstin Hammerschmitt. Die zierliche Frau mit den roten Haaren trägt über der Schulter eine kleine schwarze Umhängetasche. Die ist das Signal für Einstein, dass er jetzt arbeiten muss – und das bedeutet, dass er genau auf die Befehle seiner Hundeführerin hört. „Geh ruhig“, sagt sie zu dem dunkelbraunen Labrador, der unschlüssig neben ihr hinterm Pult steht, und zeigt mit dem Arm in den Raum. Einstein trottet los. Während Kerstin Hammerschmitt den Fünftklässlern das Thema des Unterrichts – Subtraktion – erklärt, schnüffelt Einstein interessiert am Boden, schaut sich um, lässt sich im Vorbeigehen streicheln. Bei manchen Kindern verharrt er eine Weile, an anderen geht er vorbei. Dabei bleibt er ruhig und konzentriert.

Der eineinhalbjährige Labrador ist es gewohnt, im Unterricht dabei zu sein. Seit Beginn des Schuljahres ist er an der Nalbacher Schule am Litermont immer freitags gemeinsam mit seiner Hundeführerin, der Lehrerin Kerstin Hammerschmitt, im Unterricht. Als „Schulbegleithund“ soll er positive Auswirkungen auf die Klasse haben, das Arbeitsklima und das Sozialverhalten der Schüler verbessern. Die Kinder lernen zum Beispiel Rücksichtnahme: Wenn der Hund in der Nähe ist, sprechen sie leiser und schreien nicht – auch in der Pause.

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