Gemeinderat

Doppelförderung macht den Weg für Altforweiler Doppellösung frei

Das Thema Dorfgemeinschaftshaus Altforweiler lockte am Donnerstagabend an die 250 Zuhörer in den Gemeinderat Überherrn.FOTO: Johannes A. Bodwing

Überherrn. Ein bisschen Streit, aber vor allem Erleichterung in Überherrn: Die Zwangsfusion von Löschbezirken ist vom Tisch, das Dorfgemeinschaftshaus kommt.

Der Knackpunkt ist endgültig vom Tisch. In Altforweiler können jetzt ein Dorfgemeinschaftshaus sowie ein neues Feuerwehrgerätehaus entstehen, ohne Zusammenlegung der drei Löschbezirke Altforweiler, Berus und Felsberg. Nach jahrelanger Hängepartie nahm Bürgermeister Bernd Gillo am Donnerstagabend den Punkt 11 von der Tagesordnung der Ratssitzung. Da hätte der Rat über eine zwangsweise Zusammenlegung der drei Löschbezirke entscheiden sollen. Das war nun hinfällig geworden, weil seit Montag die Zusagen von Innenministerium und Umweltministerium über stattliche Fördermittel vorliegen (wir berichteten).

Die neue Fördersituation hatte Anne Yliniva-Hoffmann am vergangenen Sonntag beim Neujahrsempfang der SPD Überherrn öffentlich gemacht. Sie ist seit Dezember Referatsleiterin im Umweltministerium. Laut Umweltminister Reinhold Jost wurde dann Anfang Januar festgestellt, dass Fördermittel für das Dorfgemeinschaftshaus in Altforweiler vorhanden seien.

Diese Abfolge verwunderte den CDU-Fraktionsvorsitzenden Manuel Speicher. Er fragte in der Ratssitzung: „Warum jetzt?“ Aber im Mai seien ja Wahlen. „Ich muss Ihnen vorwerfen“, wandte er sich an Yliniva-Hoffmann, „dass Sie das wahltaktisch ausgenutzt haben.“ Denn sie ist Bürgermeisterkandidatin der Überherrner SPD.

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