Crosslauf

Die letzten Mohikaner haben ihren Spaß

Daniel Steimer von der LSG Schmelz-Hüttersdorf führt einen Zug mit Peter Baldauf (TV Düppenweiler) und Michael Blank (LC Rehlingen) an. Die von der LG Berus präparierte Strecke kam bei den Teilnehmern gut an.FOTO: Thiel Achim / Achim Thiel

Altforweiler. Beim Überherrn-Cross der LG Berus suchten am Sonntag 173 Querfeldeinläufer ihre Kreismeister.

Der Kurs um den Sportplatz Häsfeld ist knackig und hügelig. Bei den Crosslauf-Kreismeisterschaften geht es rauf und runter, die Wiese ist rutschig, die Muskeln brennen. Diesen einen Abhang noch, ein heikler Drift durch die finale Kurve, schon kraxelt Johannes Hermann den knackigen Schlussanstieg empor. Zum fünften und letzten Mal erreicht das 77 Jahre alte Ausdauer-Ass der LSG Schmelz-Hüttersdorf am Sonntag das Flachstück auf dem Sportplatz Häsfeld. Unter dem Beifall der vor Kälte schlotternden Zuschauer biegt der älteste Teilnehmer des Tages auf die Zielgerade ein und passiert nach 31:17 Minuten die Uhr – erschöpft und zufrieden.

„Der Boden war glitschig, und es ist härter, als es auf den ersten Blick scheint. So wie früher – wie es sich für einen echten Crosslauf gehört“, schnaubt der Kreismeister der Klasse M 75 und schwelgt in Erinnerungen.

Als vor einer halben Stunde der Startschuss zum Lauf über 5850 Meter fiel, schneite es in Altforweiler. Der Wind blies den 42 Männern eiskalt ins Gesicht. „Der Wintereinbruch zur Wochenmitte muss auch viele abgeschreckt haben. Dabei ist Schnee ein Faktor, der Crosslauf noch interessanter macht“, sinniert Joachim Rousselange über das geringe Teilnehmer-Interesse. Mit 173 Läuferinnen und Läufern habe man die anvisierte 200er-Marke verfehlt, resümiert der Orga-Chef der LG Berus. Nach gutem Beginn mit 64 Startern in den Rennen der acht- bis 13-Jährigen habe sich eine Lücke aufgetan. Egal. „Berge hoch und wieder runter, das war cool“, meint Mathea Benzrath, 10, vom LC Rehlingen, die beim Sieger-Lauf in der Klasse W 11 Spaß hatte.

top