Gemeinderat

Krier: Sinnvolle Lösung wurde nicht mehr diskutiert

Überherrn. „Nach Doppelförderung gibt es keine Doppellösung in Altforweiler“, schreibt Alfred Krier, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Gemeinderat Überherrn, in einer Stellungnahme. Entgegen der Diskussion in den Parteien habe sich der Gemeinderat für die Lösung Feuerwehrhaus mit integriertem Dorfgemeinschaftshaus und Saal im ersten Stock entschieden.

„Das bedeutet, dass im Gemeinderat ohne weitere Diskussion beschlossen wurde, den Standort in einem Wohngebiet und Tempo-30-Zone zu belassen“, schreibt Krier weiter. Die Bedenken der Anwohner wegen der Parksituation und Lärmentwicklung bei Veranstaltungen und Feuerwehreinsätzen seien nicht beachtet worden, wodurch die Probleme in der Zukunft schon jetzt abzusehen seien.

„Die Befürchtung, dass ein Dorfgemeinschaftshaus bei einer Verschiebung des Haushaltes nicht mehr berücksichtigt wird, veranlasste den Gemeinderat, für die zweitbeste Lösung zu stimmen. Die sinnvollere Lösung, zwei Gebäude, ein Feuerwehrhaus und ein Dorfgemeinschaftshaus zu bauen, wurde nicht einmal mehr diskutiert.“ Nach den Worten des Bürgermeisters sei der Standort mit Ortsrat, Vereinen und Feuerwehr bereits geklärt, die letzte Entscheidung solle aber dem Gemeinderat vorbehalten sein, meint Krier.

Die Kostenschätzung und Standortplanung stammten aus dem Jahr 2016. Dem Rat lägen bis heute keine detaillierten Baupläne vor. „Wenn es gelungen ist, innerhalb von zwei Wochen einen Sonderzuschuss von 450 000 Euro vom Innenministerium auf das Umweltministerium umzuschichten, sollte es der Verwaltung auch möglich sein, in einem vernünftigen zeitlichen Rahmen seriöse Pläne und eine Kostenaufstellung für mehrere Varianten vorzulegen und mit den zuständigen Ministerien eine Lösung mit zwei Gebäuden zu finden. Politik sollte langfristig planen und nicht bis zur nächsten Wahl denken“, sagt Krier.


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