Keltenfürstin

Die Fürstin hat ihren Schmuck zurück

Aufwändige dreidimensionale Vermessungen haben die detailgetreue Reproduktion der Stücke ermöglicht. Dieser Schmuck unterscheidet sich optisch nicht vom Original. FOTO: Johannes A. Bodwing

Wallerfangen. Im historischen Museum Wallerfangen kann die Ausstellung zur Keltenfürstin jetzt komplettiert werden. Eine neue Technik erlaubte die Reproduktion des fürstlichen Schmucks, der im Rheinischen Landesmuseum liegt.

Schon seit längerer Zeit informiert das Historische Museum Wallerfangen über das Grab einer Keltenfürstin aus der Zeit um 500 vor Christus, das in Wallerfangen gefunden wurde. In der Ausstellung fehlt bislang jedoch der zu ihr gehörige goldene Schmuck. Dieser Schmuck, von großer archäologischer Bedeutung, befindet sich im Rheinischen Landesmuseum in Bonn. Es gibt die Originale nicht heraus, aber nun ist es gelungen, mit Hilfe einer neuen berührungsfreien Technik originalgetreue Abformungen anzufertigen. Aus den hieraus hergestellten 3-D-Modellen entstanden Schmuckstücke, die man vom Original nur dann unterscheiden kann, wenn man sie in der Hand hält.

Das Wallerfanger Museum präsentiert ab Donnerstag, 9. November, 18 Uhr, im Untergeschoss des Museums diese Repliken des goldenen Schmucks der Keltenfürstin.

Hallstattzeit – so nennen die Archäologen die ältere vorrömische Eisenzeit in Mitteleuropa. Schriftliche Berichte über Menschen und Geschehnisse in unserem Raum gibt es aus der Zeit zwischen 800 und 500 v. Chr. nicht. Die Menschen jener Zeit nennen wir heute Kelten, weil der griechische Historiker Herodot im fünften Jahrhundert vor Christus geschrieben hatte, die Donau entspringe im Land der Kelten. Daher wird den Kelten unter anderem die Späthallstattkultur in Südwestdeutschland zugeschrieben.

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