Großprojekt

Der Bund gibt Millionen für den Freizeitweg

Der Bundeszuschuss macht es möglich: Die eiserne Brücke am Fritz-Wunderlich-Weg bei Freisen wird ebenfalls saniert.FOTO: B & K / Franz Rudolf Klos

Freisen/Nohfelden/Nonnweiler. Mit fünf Millionen Euro fördert das Bundes-Umweltministerium den Bau des Weges von Freisen nach Nonnweiler. Die Trasse ist mittlerweile von der Bahn gekauft.

Der Bund steigt in die Finanzierung des geplanten Freizeitweges von Freisen über Türkismühle nach Nonnweiler ein. Diesen 30 Kilometer langen Weg wollen der  Landkreis, die Gemeinden Nonnweiler, Nohfelden und Freisen sowie das Saarland auf einer stillgelegten Bahntrasse bauen. „Der Bund wird dieses Projekt fördern, mit rund fünf Millionen Euro aus dem Programm Klimaschutz durch Radverkehr des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktor-
sicherheit“, heißt es wörtlich in einer Pressemitteilung des Organisations-Ausschusses des Freizeitweges, dem unter anderem der St. Wendeler Landrat und die drei Bürgermeister angehören.   Dieser Orga-Ausschuss ist für die Umsetzung des Projektes verantwortlich. Der Landkreis hat dabei die Projektträgerschaft übernommen. Der geplante Weg werde auch als Zubringer zu vielen Betrieben und öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Sportplätzen und Schwimmbädern dienen, heißt es zur Begründung: „ein großes Plus aus Sicht des Bundes“. Insbesondere der Anschluss an den neu ausgebauten Bahnhof Türkismühle als zentralem ÖPNV-Verknüpfungspunkt erfülle wichtige Voraussetzungen für das Förderprogramm.

Die Projektträgerschaft des Landkreises St. Wendel, die Finanzierung des Projektes und die Aufteilung der Fördergelder sind in einer öffentlich-rechtlichen Vereinbarung zwischen dem Landkreis St. Wendel und den Gemeinden geregelt. Diese bildet die rechtliche Grundlage der Zusammenarbeit zwischen Landkreis und Gemeinden. Die Vereinbarung war auch Thema in der Gemeinderatssitzung Nohfelden am Donnerstag. Dort gab es eine heftige Diskussion über die von einer Bürgerinitiative geforderte Doppelnutzung einer Teilstrecke als Radweg und für eine Draisinenbahn (siehe eigenen Bericht).

Durch die Unterstützung des Bundes wird laut Orga-Ausschuss auch der Finanzspielraum für das Projekt größer. Bisher seien 5,2 Millionen Euro veranschlagt worden. Jetzt gehe man von Gesamtkosten von rund 9,2 Millionen Euro aus. Der Weg an sich koste, wie gehabt, rund fünf Millionen Euro, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Die zusätzlichen Fördergelder des Bundes erlauben durch den höheren finanziellen Spielraum, Maßnahmen zur Herstellung der Verkehrssicherungspflicht über das erforderliche Maß auszuweiten, sodass alle Brückenbauwerke derart tiefgründig saniert werden können, dass sie über einen Zeithorizont von 25 Jahren hinaus baulich gesichert sind. Auch konnte die Trasse von ursprünglich 2,50 Meter auf drei Meter verbreitert werden.“ Besonders wichtig sei die jetzt auch mögliche Verlängerung des Radweges vom Ortseingang Freisen, am Rathaus vorbei bis zur Eisernen Brücke. Diese werde als Teil  der Baumaßnahme ebenfalls saniert. Die Fördergelder von Bund und Land seien ausschließlich für die Schaffung eines Radwegs bereitgestellt worden.

top