Überwachungsprojekt an Bahnhöfen stockt

Warten auf die Video-Kameras

Auch der Bahnhof Saarbrücken-Burbach soll mit Videokameras ausgestattet werden. Doch technische Probleme verzögern den Start des ehrgeizigen Video-Überwachungsprojekts an vier Bahnhöfen im Saarland. FOTO: bub/fb / BeckerBredel

Saarbrücken/Frankfurt. Überwachung von vier Bahnhöfen im Saarland startet wegen technischer Probleme frühestens im Spätsommer 2018.

Technische Probleme haben ein ehrgeiziges Video-Überwachungsprojekt im Saarland ausgebremst. Wie Regina Marusczyk, Sprecherin der Deutschen Bahn (DB) für das Saarland, der SZ auf Anfrage mitteilte, werden die Video-Kameras an den Bahnhöfen St. Wendel, Saarbrücken-Burbach, Friedrichsthal und Dillingen erst im Spätsommer 2018 in Betrieb gehen. „Sie kennen das sicher: Bei der Technik hakt es immer mal wieder“, sagte Marusczyk.

Im Februar vergangenen Jahres hatten Saar-Innenminister Klaus Bouillon (CDU), der DB-Konzernbevollmächtigte Jürgen Konz und der Bundespolizei-Chef im Saarland, Peter Fuchs, bei einer Pressekonferenz auf dem Bahnsteig in Dillingen noch mitgeteilt, dass die Video-Überwachung auf den vier Bahnhöfen Ende 2017 starten würde. Bouillon hatte bei diesem Termin auf die guten Aufklärungsmöglichkeiten von Straftaten hingewiesen. An einem Berliner Bahnhof sei ein Überfall auf eine Frau mit Hilfe der Video-Technik aufgeklärt worden, sagte Bouillon.

Mit der Verzögerung der Inbetriebnahme der Video-Überwachung auf den vier Bahnhöfen bis in den Spätsommer ist dies das zweite größere Video-Überwachungs-Projekt im Saarland, bei dem es hakt. Auch die von Bouillon für den August 2017 angekündigte Inbetriebnahme von zwei Video-Kameras an der Johanneskirche gegenüber dem Saarbrücker Rathaus und von Kameras auf dem Vorplatz des Saarbrücker Hauptbahnhofs fand nicht statt. Der Innenminister teilte im August mit, dass erst im Frühjahr 2018 mit einem Start der Video-Überwachung an den beiden Saarbrücker Kriminalitätsbrennpunkten zu rechnen sei. In der Zwischenzeit hat die Polizei im Rahmen der Sicherheitspartnerschaft zwischen Innenministerium und Stadtverwaltung bereits mehrere Brennpunkt-Kontrollen im Rathaus­umfeld umgesetzt und dabei dutzende Straftäter festgestellt, darunter viele Saarbahn-Schwarzfahrer.

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