Angeschlagener Basketball-Bundesligist

Finanz-Beben in Bamberg belastet die Liga

Spieler von Brose BambergFOTO: dpa / Annegret Hilse

Die finanzielle Schieflage beim früheren Basketball-Serienmeister Brose Bamberg und die Entlassung von Geschäftsführer Rolf Beyer erschüttern die Liga.

Das Beben bei Brose Bamberg hat Liga-Boss Stefan Holz kalt erwischt. "Mich hat das vollkommen überrascht, ich bin gestern Abend aus allen Wolken gefallen", sagte der Geschäftsführer der Basketball Bundesliga (BBL) dem SID am Donnerstag. Die Insolvenzgefahr beim langjährigen Vorzeigeklub und die plötzliche Trennung von Geschäftsführer Rolf Beyer hatten sich nicht abgezeichnet. Das Vorgehen des neunmaligen deutschen Meisters irritierte Holz zusätzlich.

Dass die Bamberger selber von einer drohenden Pleite sprechen, gefällt Holz gar nicht. "Es ist nicht nachvollziehbar, dass sie unabgestimmt mit dem I-Wort hantieren", sagte er. Holz erwartet wie der Gutachter und der Lizenzierungsausschuss der Liga nun weitere Informationen zur aktuellen Lage in Bamberg. Über etwaige Konsequenzen - die von Geldstrafen über Punktabzug bis zum Lizenzentzug reichen können - wollte Holz noch nicht sprechen.

Der Tabellenvierte Bamberg hatte die Szene am Mittwochabend mit einer Pressemitteilung geschockt. Nach eigenen Angaben kann der Klub nur durch außerplanmäßige finanzielle Hilfeleistungen von der Brose Gruppe und des Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Stoschek vor einer Insolvenz bewahrt werden. Stoschek lehnte am Donnerstag eine Stellungnahme zu den Vorgängen in seinem Klub ab.

(lt/sid)
top