Kein normaler Basketball-Klub

Rasta, Baby!

Das Rasta-Maskottchen tanzt vor den Fans. FOTO: dpa / Ingo Wagner

Rasta Vechta ist die Überraschung der Basketball-Bundesliga. Der Aufsteiger, Ende der 70er Jahre von Schülern gegründet, rückt den Etablierten auf die Pelle.

Vechta, 1979. Alles beginnt in einem Keller. Jugendliche treffen sich, sie verbindet die Liebe zum Basketball, doch die Klubs der Stadt lehnen sie allesamt ab. Also nehmen die Schüler die Sache selbst in die Hand und gründen ihren eigenen Verein, und der ärgert gut 40 Jahre nach der fixen Idee in der Bundesliga tatsächlich die Etablierten.

Rasta Vechta, in "Arnies Schänke" von 14 Schülern eines Gymnasiums ins Leben gerufen und wegen der musikalischen Vorlieben seiner Schöpfer nach einem Album von Reggae-Legende Bob Marley benannt, ist so erfolgreich wie nie zuvor. Auf Tabellenplatz fünf steht der Aufsteiger kurz vor dem Ende der Hinrunde, hat zehn von 15 Spielen gewonnen. Ein Aufschwung, mit dem so nicht zu rechnen war.

"Wir sind sehr, sehr, sehr überrascht", sagt Stefan Niemeyer, 1. Vorsitzender bei Rasta, dem SID. "Wir hatten schon die Hoffnung, dass wir nicht auf einem Abstiegsplatz stehen. Aber die muss man auch haben, sonst kann man gleich die Flinte ins Korn schmeißen", erklärt der Macher: "Dass es so gut läuft, haben wir nicht erwartet."

(sid/old)
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