Box-Legende

Big George Foreman wird 70

Foreman (links) in seinem berühmtesten Kampf gegen Muhammad Ali. FOTO: dpa / dpa, hrad jai nic

Eine Niederlage macht ihn unvergessen. 1974 kassiert der zuvor ungeschlagene George Foreman gegen Muhammad Ali in Kinshasa einen vernichtenden Knockout. Am Donnerstag wird Foreman 70.

Mit knapp 49 stand George Foreman zum letzten Mal im Ring. Ein Comeback sieben Jahre später scheiterte am Veto seiner Frau. Der unermüdliche Texaner wird am Donnerstag (10. Januar) 70 Jahre alt und erfreut sich bester Gesundheit. Seine Niederlage gegen Muhammad Ali machte ihn sportlich unsterblich. Im legendären „Rumble in the Jungle“ verlor der damals gefürchtete K.o.-Schläger Foreman am 30. Oktober 1974 gegen „The Greatest“ in einer spektakulären Ringschlacht durch Knockout in der achten Runde.

In Foremans Rückblick auf seine Karriere hat aber auch Axel Schulz seinen Part. Am 22. April 1995 stellte sich der betagte Weltmeister in Las Vegas - über 20 Jahre nach dem Ali-Kampf - dem vermeintlich als „Fallobst“ engagierten Profiboxer aus Bad Saarow. Aber der 19 Jahre jüngere Schulz, Trainingspartner von Henry Maske, wächst im MGM Grand-Hotel über sich hinaus und macht den Kampf seines Lebens.

„Natürlich war Georges Punktsieg ein Witz. Aber wenn man mit so einer Legende im Ring steht, muss man seinen Gegner für einen Sieg eben umhauen. Das ist mir nicht gelungen - Punkt“, sagte Schulz der Deutschen Presse-Agentur. Doch die Kampfrichter hatten es anders gesehen und einen sehr schmeichelhaften Punktsieg errechnet, der dem Platzhirsch den IBF-WM-Titel im Schwergewicht ließ. Zur nächtlichen Pressekonferenz nach dem Kampf war der im Gesicht schwer gezeichnete Foreman mit einer dunklen Sonnenbrille erschienen.

(sef)
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