Phantom im Fokus

VfB-Manager Reschke trifft auf seinen Ex-Club

Trifft auf seinen Ex-Club Bayer Leverkusen: VfB-Sportvorstand Michael Reschke. Foto: Christoph SchmidtFOTO: Christoph Schmidt

Stuttgart. Stuttgarts Sportvorstand Michael Reschke wäre laut seinem früheren Mentor Reiner Calmund ursprünglich lieber Trainer in der Fußball-Bundesliga geworden.

Michael Reschke bekam nur selten den Applaus. Es ging ihm auch nie darum, noch vor wenigen Monaten kursierten kaum Fotos von ihm im Internet.

Als Reschke, Sportvorstand des VfB Stuttgart, vor fast 40 Jahren seine Karriere bei Bayer 04 Leverkusen begann, hatte er einen anderen großen Wunsch: Er wollte ein erfolgreicher Trainer in der Fußball-Bundesliga werden, einer, wie sein Freund Christoph Daum es lange Zeit war. „Aber ich habe ihm die Trainerkarriere verwehrt“, sagt Reiner Calmund. Ausgerechnet Calmund, Reschkes Entdecker.

Wenn Reschke mit dem VfB am Freitagabend (20.30 Uhr/Eurosport) auf seinen Ex-Club trifft, ist Calmund längst nicht mehr dabei. Ohne den langjährigen Bayer-Manager wäre Reschke aber heute wohl kaum beim VfB. Hätte Calmund ihn damals nicht entdeckt, wäre Reschke 1979 nicht als Jugendtrainer zum Werksclub gewechselt. Die Geschichte lässt sich aber auch anders erzählen: Wäre Calmund nicht gewesen, wäre Reschke heute vielleicht ein begehrter Bundesliga-Trainer.

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