Finaleinzug in der Königsklasse

München verzückt Eishockey-Europa

Die Spieler des EHC Red Bull München feiern ihren Finaleinzug in der europäischen Königsklasse. FOTO: dpa / Jfk

Selbst der ehemalige Bundestrainer Marco Sturm ließ sich am TV-Gerät den historischen Einzug des EHC Red Bull München ins Finale der europäischen Königsklasse nicht entgehen. Die Münchner schreiben ein neues deutsches Eishockey-Märchen.

Fast elf Monate nach dem deutschen Olympia-Wunder von Pyeongchang kosteten Münchens glückselige Eishockey-Helden ihren historischen Einzug ins Finale von Europas Königsklasse nur kurz aus. Schon vor der nächtlichen Rückfahrt im Mannschaftsbus aus der Genießerstadt Salzburg erahnte der deutsche Serienmeister jedoch die Dimension des famosen 3:1-Auswärtserfolgs im Red-Bull-Konzernduell: Der EHC München hatte sich in die Geschichtsbücher eingetragen.

„Das ist für das deutsche Eishockey wieder ein Riesenschritt“, meinte Verteidiger Konrad Abeltshauser, nachdem die Münchner als erste deutsche Mannschaft ins Endspiel der Champions Hockey League eingezogen waren. „Wir haben wirklich gemerkt, auch schon durch das Halbfinale, dass durch Deutschland ein Ruck durchgeht.“

So manch ein Silbermedaillen-Gewinner von Pyeongchang ließ sich von dem Münchner Marsch bis ins Finale elektrisieren - ob vor dem Fernseher oder dem Tablet. Für den in die nordamerikanische Profiliga als Assistent zurückgekehrten ehemaligen Bundestrainer Marco Sturm war das Halbfinal-Rückspiel des EHC beim Schwesterclub Red Bull Salzburg ebenso eine Pflichtveranstaltung wie für die Nationalspieler Dominik Kahun oder Moritz Müller. Und auch Sturms Nachfolger Toni Söderholm drückte den Bayern in sozialen Netzwerken die Daumen.

(rent/dpa)
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