Deutschland-Cup

Sturm nimmt Eishockey-Liga in die Pflicht

Der Deutschland-Cup war der letzte Auftritt für Marco Sturm als Trainer der deutschen Nationalmannschaft.FOTO: dpa / Marcel Kusch

Der scheidende Nationaltrainer Marco Sturm fordert eine intensivere Nachwuchsarbeit. Beim Deutschland-Cup in Krefeld ist seine erfolgreiche Zeit ohne einen Sieg geendet. Das deutsche Team wurde Letzter.

Favorit Russland verteidigte beim Deutschland-Cup im Krefelder König-Palast erfolgreich seinen Titel und nahm zum vierten Mal den großen Glasstiefel als Siegertrophäe mit nach Hause. Der Olympiasieger von Pyeonchang gewann am Sonntag das entscheidende Spiel beim Vier-Nationen-Turnier gegen den WM-Zweiten Schweiz mit 4:2 (1:2, 1:0, 2:0). Die Sbornaja, die genau wie die Eidgenossen mit einem sehr jungen Team antraten, boten ihren Fans im König-Palast ein schnelles, technisch und spielerisch interessantes Match. Anschließend traf die DEB-Auswahl auf die Slowakei. In einem ausgeglichenen Spiel unterlagen die Gastgeber vor 4259 Zuschauern in der Schlussphase durch zwei Treffer innerhalb von 24 Sekunden mit 0:2 (0:0, 0:0, 0:0).

Damit beenden die Deutschen das Turnier auf dem letzten Platz.  Für Marco Sturm ging bei seinem Abschiedsturnier die  Ära als Bundestrainer ohne Sieg zu Ende. „Es tut weh, Tschüss zu sagen. Es war eine tolle Zeit. Das Wichtigste ist, dass wir Freunde geworden sind“, sagte er nach dem letzten Spiel. Die Eishockey-Stadt Krefeld feierte eine gelungene Turnier-Premiere und erhielt auch von den ausländischen Gästen viel Lob für die Organisation und Durchführung.

Gänsehaut pur vor dem ersten Bully, als der Erfolgscoach von DEB-Präsident Franz Reindl und Sportdirektor Stefan Scheidnagel auf dem Eis verabschiedet wurde. Auf dem großen Videowürfel der Arena wurden Bilder vom sensationellen Erfolg bei Olympia gezeigt. Einige der Silberhelden des Teams richteten Abschiedsgrüße an Sturm und bedankten sich für die tolle gemeinsame Zeit. Unter großem Beifall der Zuschauer verließ der Bundestrainer das Eis. „Das ist schon ein komisches Gefühl, das muss ich schon zugeben“, sagte er vor dem Spiel. Eine Rückkehr des künftigen Co-Trainers der Los Angeles Kings ist durchaus möglich: „Ich schließe nichts mehr aus in meinem Leben. Ich bin ja erst 40.“

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