Nach Niederlage im CHL-Finale

Stolz verdrängt Münchner Enttäuschung

Die Akteure des EHC Red Bull München stehen kurz nach Abpfiff sichtlich enttäuscht auf dem Eis. FOTO: REUTERS / TT NEWS AGENCY

Die erhoffte Eishockey-Sternstunde blieb im Finale der Champions Hockey League aus. Bei Red Bull München richtet sich der Blick nun auf den vierten deutschen Meistertitel in Folge.

Auf dem Rückflug LH 2429 in die Heimat war in den Münchner Eishockey-Profis schon wieder der Kampfgeist erwacht. "Wir werden nicht aufhören, bis wir den Europapokal einmal nach München holen", sagte Red-Bull-Verteidiger Konrad Abeltshauser, bevor die Spieler des deutschen Meisters nach den Champions-League-Strapazen und bisher schon 58 (!) Saisonspielen in einen verdienten Kurzurlaub entlassen wurden.

Erst am Dienstag der kommenden Woche versammelt sich das Team von Coach Don Jackson wieder zum Training und kehrt in den Ligaalltag zurück, bis dahin ist die Enttäuschung über das 1:3 (0:2, 0:1, 1:0) bei den Frölunda Indians sicher endgültig gewichen. Aber schon vor dem nächtlichen Bankett im Hotel Gothia Towers war bei Kapitän Michael Wolf die Erkenntnis gereift: "Wir haben etwas Großes geleistet und wollen noch stärker daraus hervorgehen."

Für Wolf war es freilich die letzte Chance auf einen internationalen Titel, der 38-Jährige beendet im Frühjahr seine Karriere. Das soll dann aber zumindest mit dem vierten Meistertitel in Folge geschehen. "Natürlich wollen wir Meister werden, wir alle, nicht nur ich. Wir werden alles dafür tun", sagte er. Manager Christian Winkler: "Der Hunger auf die Meisterschaft, die Gier wird noch viel größer sein."

(sid/seka)
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