Vor Saisonauftakt

Tod von Renndirektor Whiting schockt Formel 1

FIA-Renndirektor Charlie Whiting ist gestorben. Foto: Marco Ugarte/AP FOTO: Marco Ugarte

Melbourne. Der plötzliche Tod von Renndirektor Charlie Whiting hat die Formel 1 kurz vor dem Saisonstart geschockt. Der Brite starb am Donnerstag im Alter von 66 Jahren in Melbourne an einer Lungenembolie, wie der Motorsport-Weltverband FIA mitteilte.

Noch am Tag vor seinem Tod war Whiting in Australien im Fahrerlager gewesen und hatte die Vorbereitungen auf das Auftaktrennen überwacht. „Die Formel 1 hat in Charlie einen treuen Freund und charismatischen Botschafter verloren“, sagte FIA-Präsident Jean Todt.

Die Rennställe und Piloten zeigten sich in tiefer Trauer und würdigten die wichtige Rolle Whitings in der Königsklasse. Seit 1997 war er als Renndirektor für den organisatorischen Ablauf aller Grand Prix, die Sicherheit und die Klärung technischer Streitfragen verantwortlich. Formel-1-Sportchef Ross Brawn reagierte tief betroffen auf die Nachricht vom Tod seines Freundes: „Das ist nicht nur für mich ein großer Verlust, sondern für die ganze Formel-1-Familie, die FIA und den gesamten Motorsport.“

Ferrari-Pilot Sebastian Vettel berichtete, Whiting habe ihn noch am Mittwoch auf den ersten Metern seiner Streckenbesichtigung begleitet. „Man konnte ihn zu jeder Zeit alles fragen, seine Tür war immer offen“, sagte der 31-Jährige. Auch Weltmeister Lewis Hamilton lobte die großen Verdienste von Whiting. „Wir werden ihn vermissen“, sagte Renault-Fahrer Nico Hülkenberg.

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