Geschenk am Nikolaustag

BVB schöpft trotz Niederlage neuen Mut

Der Auftritt seines Teams in Madrid verlängerte die Schonfrist für den in die Kritik geratenen BVB-Trainer Peter Bosz. Foto: Bernd ThissenFOTO: Bernd Thissen

Madrid. Für RB Leipzig und Borussia Dortmund heißt das neue Ziel Parc Olympique Lyonnais. Das Finale der Europa League am 16. Mai 2018 vor den Toren Lyons wäre für die beiden in der Champions-League-Gruppenphase gescheiterten Fußball-Bundesligisten das internationale Trostpflaster.

Der Ärger über die neuerliche Niederlage hielt sich diesmal in Grenzen. Trotz kläglicher Ausbeute in der Gruppenphase der Champions League werteten die Dortmunder Profis das achtbare 2:3 (1:2) bei Real Madrid als ermutigendes Signal.

Nicht nur die überaus glückliche Europa-League-Qualifikation, sondern auch die bemerkenswerte Reaktion auf den frühen 0:2-Rückstand besserte die Laune aller Beteiligten spürbar aus. Regisseur Nuri Sahin sprach mit Blick auf den Bundesliga-Endspurt bis zur Winterpause Klartext: „Wir überwintern in Europa mit nur zwei Punkten. Das ist ein Geschenk. Aber mehr Geschenke wird es in diesem Jahr nicht mehr geben.“

Wie Sahin wirkte auch Peter Bosz mehr erleichtert als verärgert. Der passable Auftritt seines Teams in Madrid verlängerte die Schonfrist für den in die Kritik geratenen Trainer. Anders als zuletzt brach die Borussia nach Gegentoren nicht ein, sondern bewies Moral. Dank Pierre-Emerick Aubameyang (43./49.), der den BVB nach den frühen Treffern von Borja Mayoral (8.) und Cristiano Ronaldo (12.) zurück ins Spiel brachte, schien zwischenzeitlich selbst ein Sieg möglich. „Das müsste eigentlich gut für das Selbstvertrauen sein“, sagte Bosz, „die Spieler haben nach dem 0:2 den Rücken gereckt und teilweise guten Fußball gezeigt.“

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