Medienbericht

Grindel und Infantino stritten sich wegen EM-Bewerbung

DFB-Präsident Reinhard GrindelFOTO: dpa / Uli Deck

Die deutsche Bewerbung um die EM 2024 hat angeblich zu Differenzen zwischen DFB-Präsident Reinhard Grindel und FIFA-Boss Gianni Infantino geführt.

Das berichtet das Magazin Der Spiegel. Demnach habe Grindel Infantino nach dessen positiven Aussagen über die türkische Bewerbung schriftlich um Neutralität gebeten. Der Präsident des Fußball-Weltverbands hatte sich im vergangenen Jahr mit dem türkischen Staatschef Recep Tayyip Erdogan getroffen.

Infantino antwortete laut Spiegel: "Erst einmal muss ich meine Überraschung und Enttäuschung über den Ton und den Inhalt Ihres Briefes zum Ausdruck bringen. Bevor man solch einen Brief schickt, würde ich es persönlich für angemessener halten, in eine direkte Diskussion einzusteigen, um zu erfahren, was wirklich passiert ist und um zu vermeiden, sich allein auf Vorwürfe in den Medien zu stützen."

Der DFB erklärte, Grindel habe im November 2017 "lediglich in sehr sachlicher Form um Fairness und Neutralität im Bewerbungsverfahren um die EM 2024 gebeten". Der DFB-Präsident und Infantino hätten sich zudem "nach dem Schriftverkehr bereits persönlich über diesen Sachverhalt ausgetauscht und die Angelegenheit geklärt".

(lt/sid)
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