Vertrag nur bis 9. Dezember

Fußball-Folklore in Frankfurt: Basler ist wieder da

Mario Basler erhält bei Rot-Weiss Frankfurt einen Vertrag bis zum 9. Dezember. Foto: Roland WeihrauchFOTO: Frank Rumpenhorst

Frankfurt/Main. Mit einem lauten „Grüß Gott!“ hat sich Mario Basler fünf Jahre nach seinem letzten Trainerjob zurückgemeldet - abseits der großen Bühne.

Der 48-Jährige, einst und irgendwie noch immer Enfant terrible der Szene, heuert erstmal für zwei Monate beim Hessenligisten Rot-Weiss Frankfurt an. Bei seiner Präsentation herrschte großen Medienandrang. Basler zog seine Sprüche ab - Fußball-Folklore halt. Was er denn jenen entgegne, die ihn für so ein Engagement belächeln? „Da lach' ich auch. Ich lach' zurück!“, sagte er.

Großes Stühlerücken für „Super-Mario“: Erstmal musste in der Stadiongaststätte am Brentanobad der Raum gewechselt werden, damit alle reinpassen. Basler kam im schwarzen Trainingsanzug und bekam ein Glas Mineralwasser hingestellt. Das Mikrofon krächzte dermaßen, dass es der Clubsprecher bald weglegen musste.

„Viel Blödsinn“ sei schon geschrieben worden die letzten Tage, klagte Basler, da bei Rot-Weiss Frankfurt ein Saunaclub Sponsor ist. De facto sei es so, dass sein Engagement ein „Freundschaftsdienst“ sei für Frankfurts Verwaltungsrat Johny Baez. Dieser erklärte, dass der Europameister von 1996 von privaten Sponsoren bezahlt werde.

top