2. Liga

Topspiel Köln gegen HSV sprengt alle Dimensionen

Fehlt dem HSV im Spitzenspiel gegen Köln: Pierre-Michel Lasogga. Foto: Christian Charisius FOTO: Christian Charisius

Köln. Es ist das Top-Spiel der gesamten Zweitliga-Saison und sprengt alle Dimensionen, aber für Markus Anfang gibt es derzeit Wichtigeres als Fußball. „Jeder fragt nach Karten“, sagt der Trainer vom Tabellenführer 1. FC Köln vor dem Spitzenspiel am Montag (20.30 Uhr/Sky) gegen Verfolger Hamburger SV.

„So etwa wie im letzten Jahr gegen Arsenal. Es ist interessant, ein Zweitliga-Spiel mit einem Europacup-Spiel zu vergleichen. Aber das zeigt den Stellenwert. Es ist schon ein Ausnahmespiel.“ Das 50.000 Zuschauer fassende Stadion der Kölner ist zu klein. „Wir hätten 150.000 Karten verkaufen können“, berichtet FC-Torhüter Timo Horn.

Viel weniger Aufmerksamkeit hatten die Duelle der Verfolger - die fast allesamt Punkte liegen ließen. Der Tabellendritte Union Berlin spielte 2:2 (1:1) gehen Jahn Regensburg, St. Pauli 1:1 (0:1) gegen Arminia Bielefeld und Holstein Kiel auch nur 1:1 (0:1) beim FC Ingolstadt. Lediglich Aufsteiger SC Paderborn gewann mit 4:0 (2:0) gegen Schlusslicht MSV Duisburg und verkürzte den Abstand zum Tabellendritten Berlin auf einen Zähler.

Trotz der Punktverluste der Konkurrenten und der Euphorie ums Spitzenduell: Anfang fällt die Konzentration auf das Spiel schwer. Sein Vater Dieter hatte am vergangenen Mittwoch vor der Partie in Duisburg einen Herzinfarkt erlitten. Der Zustand ist nach letzten Meldungen leicht verbessert, aber immer noch ernst. Auch der kommende Gegner hofft mit ihm. „Sportlich ist das natürlich ein wichtiges Spiel am Montag, keine Frage“, sagte HSV-Sportchef Ralf Becker dem „Express“: „Aber die Ereignisse in Duisburg haben gezeigt, dass es viel wichtigere Dinge gibt.“

top