Anti-Doping-Experten fordern Reform

Doper sollen keine Entschädigung mehr erhalten

FOTO: dpa, Patrick Seeger

Vier deutsche Anti-Doping-Experten haben nach Information des „Spiegel“ in einem Brief an die Mitglieder des Sportausschusses im Deutschen Bundestag eine Reform des Dopingopfer-Hilfegesetzes gefordert.

Absender des Briefes sind der Heidelberger Molekularbiologe Werner Franke, Gerhard Treutlein, Co-Autor des Buchs „Doping im Spitzensport“, sowie Ex-Leichtathletin Claudia Lepping und der frühere Skilanglauftrainer Henner Misersky.

„Das Gesetz war immer schon eine Einladung zum fortwährenden Betrug durch damals dopende Sportler, die heute behaupten, nichts gewusst zu haben“, heißt es in ihrem Schreiben, das „Der Spiegel“ am Donnerstag online veröffentlichte. Mit der Reform des Gesetzes sollen Zweifel an Prozedere und Personalien ausgeräumt und „alle Regelungslücken geschlossen“ werden, fordern die Unterzeichner.

Auslöser ihres Schreibens sei die Ankündigung des früheren Rostocker Zehnkampf-Olympiasiegers und geständigen Dopingsünders Christian Schenk gewesen, die Erfolgschancen einer möglichen Entschädigung aus dem Opferfonds zu prüfen. Ein solcher „Missbrauch durch Betrüger“ müsse verhindert werden, heißt es.

(dpa/ako)
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