Nach Doping-Skandal

IAAF-Council verlängert Russland-Bann

Die IAAF hat die Suspendierung des russischen Leichtathletik-Verbandes RUSAF nicht aufgehoben. Foto: Diego Azubel/EPAFOTO: Diego Azubel

Monte Carlo. Der Leichtathletik-Weltverband IAAF bleibt im Doping-Skandal konsequent und gewährt Russland weiter keine Gnade.

„Das IAAF-Council hat dem Antrag der Task Force entsprochen, die Suspendierung Russlands aufrechtzuerhalten“, sagte Rune Andersen, Leiter der Task Force, am Dienstag in Monte Carlo. Zwei Bedingungen muss Russland erfüllen, damit die seit drei Jahren währende Sperre aufgehoben wird: Die IAAF will den Bann erst aufheben, wenn sie die im Moskauer Analyselabor lagernden Daten und Doping-Proben erhalten hat und prüfen kann. Außerdem muss Russland erst die Rechnung für die Kosten der Task-Force-Arbeit von rund 2,7 Millionen Euro begleichen.

„Die Entscheidung der IAAF ist konsequent. Die IAAF mit Präsident Sebastian Coe an der Spitze hat eine klare Haltung im Sinne der sauberen Athleten und der Glaubwürdigkeit gezeigt“, sagte Jürgen Kessing, Präsident des Deutschen Leichtathletik-Verbandes. Denn Russland habe in Bezug auf die Haltung beim Anti-Doping-Problem „keine gravierende Veränderungen“ gezeigt.

Auch die Nationale Anti-Doping-Agentur begrüßt das „klare Zeichen“ der IAAF. „Die Forderungen aus der Roadmap müssen zwingend erfüllt werden, jegliche Art von Vorleistungen sind unangebracht“, hieß es in einer Stellungnahme der NADA.

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