Leichtathletik-WM

WM-Silber und -Bronze für Zehnkämpfer Freimuth und Kazmirek

Bronze für Kai Kazmirek (l) und Silber Rico Freimuth beim Zehnkampf in London. Foto: Bernd ThissenFOTO: Bernd Thissen

London. Nach 34 Jahren haben Rico Freimuth und Kai Kazmirek bei einer Leichtathletik-WM wieder zwei Medaillen für Deutschland im Zehnkampf gewonnen.

Der 29-jährige Freimuth vom SV Halle holte sich in London mit 8564 Punkten Silber, Bronze sicherte sich Kazmirek von der LG Rhein Wied mit 8488 Zählern. Neuer Weltmeister und Nachfolger von Weltrekordler und Titelverteidiger Ashton Eaton aus den USA wurde der Franzose Kevin Mayer mit der Weltjahresbestleistung von 8768 Punkten.

In seiner Medaillen-Seligkeit dachte Freimuth an seinen Kumpel Michael Schrader, der für das ZDF als Experte ihn interviewte. „Ich habe schon vorher gesagt. Wenn ich eine Medaille gewinne, dann widme ich sie nur einem Menschen: Michael Schrader“, sagte er. „Er ist mit mir ins Trainingslager gefahren und war nur für mich da. Wenn man so eine Freundschaft hat, ist es nur fair, wenn ich ihm die Medaille widme.“

WM-Dritter Kazmirek war wie Freimuth nur glücklich. „Ich bin einfach nur happy. Mit der Punktzahl eine Medaille zu holen, ist megaklasse“, meinte er. Bronze und Silber für deutsche Zehnkämpfer hatte es zuvor nur bei der ersten WM 1983 durch Jürgen Hingsen und Siegfried Wentz gegeben.

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