Wenig Hoffnung auf Wechsel

Ter Stegen verdient eine echte Chance

Marc-André ter Stegen. FOTO: dpa / Andrea Comas

Meinung Bundestrainer Joachim Löw holt drei Neulinge an Bord, macht Torwart Marc-André ter Stegen aber wenig Hoffnung auf einen Wechsel. Der Schlussmann des FC Barcelona hätte aber eine echte Chance verdient.

Die ganz große Überraschung ist ausgeblieben. Dafür hatte Bundestrainer Joachim Löw schon vergangene Woche gesorgt, als er die Weltmeister Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng bei einem spontanen Besuch in München aussortierte. Das Gesicht seines Aufgebots für die beiden ersten Spiele des Länderspieljahres 2019, das er zum Jahr des Neuanfangs ausgerufen hat, ist in groben Zügen so erwartet worden.

Vielleicht gab es so manchen, der den Frankfurter Danny da Costa im Kader gesehen hatte, weil der so sehr zum Aufschwung der Eintracht beigetragen hatte. Auch Mario Götze zählte zu jenen, die Experten auf dem Zettel hatten. Löw aber holte den Leipziger Außenverteidiger Lukas Klostermann, den Bremer Stürmer Maximilian Eggestein und den Berliner Innenverteidiger Niklas Stark. Das ist auf jeden Fall nicht unberechtigt.

Aufregender als die Nachwuchsnominierungen ist Löws Auskunft zur T-Frage. Während wirklich alle Welt auch nach den zurückliegenden Äußerungen des Bundestrainers davon ausgehen musste, dass zumindest der Wettbewerb um die Torwartstelle zwischen Marc-André ter Stegen und Manuel Neuer ausgerufen würde, lieferte Löw nach seinem Münchner Ausflug ins Land der harten Entscheider einen weiteren Beweis seiner Nibelungentreue für verdiente Weggefährten. „Manuel Neuer ist die Nummer eins“, stellte er fest. Der Bayern-Schlussmann wird als Kapitän das Team durch die Qualifikation und die EM führen. Das steht damit fest. Ter Stegen, der Weltklassespiele lieferte, als Neuer vor der WM verletzt war, und der Weltklassespiele liefert, während Neuer ins Münchner Tor zurückgekehrt ist, bleibt die Rolle des kleinen Herausforderers ohne wirklich große Chance.

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