DFB-Team

TV-Experte Klinsmann: Hätte Tür offen gehalten

Versteht sich als TV-Experte nicht als Kritiker: Jürgen Klinsmann. Foto: Walter Bieri/KEYSTONE FOTO: Walter Bieri

Berlin. Schon vor seinem ersten offiziellen Einsatz als TV-Experte bei RTL hat Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann die Aussortierung von drei einstigen Weltmeistern anders als sein Nachfolger beurteilt.

„Ich kann nur hoffen, dass die Absage nicht endgültig ist“, sagte Klinsmann bei der Vorstellung als RTL-Mitarbeiter zum Abschied von Mats Hummels, Jérôme Boateng und Thomas Müller aus der deutschen Nationalmannschaft. „Ich würde sie immer in meiner Nähe behalten.“ Kurz zuvor hatte Joachim Löw, der 2004 von Klinsmann zum DFB geholt wurde und zwei Jahre später dessen Bundestrainer-Job übernahm, nochmals die Endgültigkeit seiner Entscheidung unterstrichen.

„Es ist eine Entscheidung, die muss man respektieren“, erklärte Klinsmann in Berlin: „Die Mannschaftsstruktur ist immer im Umbruch nach großen Wettbewerben. Da wird sich immer was rauf- und runterschaukeln.“ Er selbst sei aber ein Verfechter des Offenen-Tür-Prinzips: „Was machen wir, wenn Thomas Müller Bundesliga-Torschützenkönig wird und wieder durchstartet?“

Als Experte wird der Weltmeister von 1990 in sieben Länderspielen bis zur EM 2020 für den Kölner Privatsender die Auftritte der Nationalelf kommentieren. Als Kritiker will er sich dabei nicht sehen. „Ich werde sagen, was ich sehe. Wenn es schlechte Dinge sind, musst du sie ansprechen. Wenn es gute sind, auch“, sagte er zur Beschreibung seiner neuen Rolle in der Fußball-Öffentlichkeit.

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