Frauenbasketball-Bundesliga

Die Royals bekommen ihr Endspiel

Kapitänin Kimmi Pohlmann, Pressesprecher Tom Störmer, Vereins-Chef Karl-Heinz Becker und Trainer Ondrej Sykora bei der Pressekonferenz. FOTO: Ruppenthal

Saarlouis. Frauenbasketball-Bundesligist empfängt am Samstag Eintracht Braunschweig zum Abstiegsduell.

Ondrej Sykora, Trainer der Saarlouis Royals, hat einen zufriedenen Chef. „Dass Ihr um den Abstieg spielt, damit habt Ihr nichts zu tun“, sagte Karl-Heinz Becker, der Vorsitzende des Basketball-Bundesligisten, zu seinem leitenden Angestellten. „Das ist am grünen Tisch entschieden worden.“ Das Mitarbeitergespräch fand am Donnerstag in einem Hotel nahe des Bahnhofs statt. Dorthin hatten die Royals die Presse eingeladen, so kurz vor ihrem ganz eigenen „Finale“, so Sykora. An diesem Samstag, 19 Uhr, geht es für Saarlouis in der Stadtgartenhalle gegen Eintracht Braunschweig um den Klassenverbleib – alles oder nichts.

Nach einem umstrittenen Punktabzug (wir berichteten) sind die Royals weiterhin Vorletzter statt Playoff-Kandidat, die Niedersachsen liegen einen Punkt vor ihnen. Am Tabellenende lauern die Chemcats Chemnitz auf dem einzigen Abstiegsplatz. Mathematisch gibt es für den Verbleib in der 1. Liga einige Lösungen. Die einfachste wäre: Saarlouis gewinnt. Becker, seit November an der Spitze des BC Saarlouis, des Trägervereins der Royals, bezeichnet das als die „sportliche Lösung“. Die gäbe es auch, falls Chemnitz verliert. Zugleich bewegen sich die Basketballerinnen aus Saarlouis über einem vermeintlich sicheren Netz aus Paragraphen.

Am vergangenen Sonntag haben die Royals bei einem Treffen der Damen-Basketball-Bundesliga (DBBL) einen Antrag auf Aufstockung ihrer Spielklasse gestellt. Damit wollte Saarlouis die seit Monaten andauernde Auseinandersetzung um den Punktabzug beenden. Eine Entscheidung wurde vertagt. Alle Beteiligten wollen den Spieltag abwarten. Im Raum steht auch weiterhin der Gang vor ein ordentliches Gericht.

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