1. FC Saarbrücken

Elversberg ist weiter nur eine Option für FCS

Neben der Arena in Elversberg prüft der FCS auch weiter die anderen Optionen in Sachen Stadion. FOTO: Andreas Schlichter

Saarbrücken. Wo spielt der 1. FC Saarbrücken im Aufstiegsfall? Auch fürs Stadion in Völklingen liegt ein Bauantrag vor. Geld ist nicht allein entscheidend.

Der 1. FC Saarbrücken spielt im FC-Sportfeld – zumindest das Testspiel morgen um 14 Uhr gegen den SV Oberachern. Wo der Tabellenführer der Fußball-Regionalliga Südwest im Aufstiegsfall seine Heimspiele austrägt, ist dagegen noch lange nicht entschieden. Auch nicht nach einem sogenannten „Sondierungsgespräch“ zwischen FCS-Präsident Hartmut Ostermann und seinem Elversberger Kollegen Dominik Holzer. „Es war ein erstes Treffen, um zu sehen, welche Möglichkeiten der Zusammenarbeit bestehen“, sagte Ostermann, „wir prüfen aber immer noch alle anderen, schon bekannten saarländischen Standorte.“

Dass ein solcher Einstieg in einen Dialog gleich auf Präsidenten­ebene stattfindet, ist dennoch zumindest bemerkenswert. Vielleicht ist das in diesem Fall aber auch historisch begründet. Schon im Jahr 2015 hatte man in einer gemeinsamen Pressemitteilung erklärt, das Waldstadion an der Kaiserlinde gemeinsam nutzen zu wollen. Doch diese Vereinbarung wurde nie umgesetzt, der FCS wich unter Federführung von Milan Sasic nach Völk­lingen aus. „Sich einem Dialog zu verschließen, ist grundsätzlich kein guter Weg und würde in dieser Sache letztlich niemandem weiterhelfen“, sagte Holzer. In dem Gespräch „ging es in erster Linie darum, den Stand der Dinge auf beiden Seiten darzustellen“, so Holzer. Es ging um den Status quo des Stadion-Ausbaus auf der einen und den Stand der Stadion­suche des FCS auf der anderen Seite. Es handele sich „aber um ein komplexes Gesamtthema“, deshalb gebe es aktuell „keine weiteren konkreten Ergebnisse“.

Es ist verständlich, dass der FCS weiter alle möglichen Standorte in Erwägung zieht. Denn in der 3. Liga bräuchte man nicht nur ein taugliches Stadion, sondern laut Statuten auch eine Ausweichmöglichkeit. Nach SZ-Informationen soll der Verein darum bei der Stadt Völklingen einen Bauantrag eingereicht haben. Mit der Freilegung einer Stehplatzkurve, dem Ausbau der Haupttribüne und dem Neubau des Flutlichtes könnten im Hermann-Neuberger-Stadion die wichtigsten Rahmenbedingungen geschaffen werden. Den vorgesehenen Einbau einer Rasenheizung behandelt der DFB im Lizenzierungsverfahren in der Regel im ersten Jahr großzügig. Christian Seiffert wird in der kommenden Woche mit Vertretern der Völklinger Verwaltung über die Maßnahmen sprechen.

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