Mit einem Sturm an die Weltspitze

Die deutschen Eishockey-Nationalspieler um Dennis Seidenberg verlassen nach dem Viertelfinale das Eis. Foto: Becker/dpaFOTO: Becker/dpa

Köln. Bei der Heim-WM war für die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im Viertelfinale Schluss. Beendet ist der Aufschwung aber nicht.

Leon Draisaitl und Co. wurden auf der Ehrenrunde mit stehenden Ovationen gefeiert, die deutschen Eishockey-Helden nahmen Abschied von der Heim-WM - Olympiasieger Kanada war zu stark. Trotz eines überragenden Torhüters Philipp Grubauer unterlag die Mannschaft von Bundestrainer Marco Sturm im WM-Viertelfinale von Köln am späten Donnerstagabend dem Titelverteidiger mit 1:2 (0:1, 0:1, 1:0).

Als das WM-Aus besiegelt war, prasselte von allen Seiten Lob auf Marco Sturm herab. Die Spieler priesen ihn in den höchsten Tönen, der Präsident sprach schon über eine Vertragsverlängerung, nur der Eishockey-Bundestrainer selbst wollte schnell weg.

"Ich fliege jetzt erst mal zurück nach Florida", kündigte der 38-Jährige an. In seiner Wahlheimat kann der langjährige NHL-Profi in aller Ruhe seine ersten zwei Trainerjahre bilanzieren, die das deutsche Eishockey nach dem Absturz zurück in die Weltspitze gebracht haben. "Die Fakten sprechen für sich", sagte Verbandschef Franz Reindl: "Die Entwicklung ist kometenhaft." Mit der zweiten WM-Viertelfinalteilnahme in Folge kletterte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) erstmals seit sechs Jahren wieder auf Platz acht der Weltrangliste. "Von 13 auf acht in zwei Jahren - sensationell", meinte Reindl.

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