Motorradsport

Öttl will beim Heim-Grand-Prix zurückschlagen

Hohenstein-Ernstthal. Seit seinem ersten Grand-Prix-Sieg lief bei Motorradfahrer Philipp Öttl nicht mehr viel zusammen. Auf dem Sachsenring soll sich das ändern.

Mit etwas Abstand muss es sich Philipp Öttl eingestehen. Der größte Tag seiner Karriere hat ihn irgendwie vom Weg abgebracht. „Nach dem Sieg wollte ich mich natürlich weiter verbessern, weiter an meiner Konstanz arbeiten“, sagt der 22-Jährige: „Im Endeffekt hat mich das extrem zurückgeworfen.“ Seit seinem ersten Triumph in der Weltmeisterschaft lief nicht mehr viel zusammen. Beim Heimrennen auf dem Sachsenring will der Motorrad-Pilot an diesem Wochenende jetzt zurückschlagen.


Deutschlands größte Motorradrennsport-Veranstaltung lockt jedes Jahr um die 200 000 Zuschauer nach Südwestsachsen. Die 3,671 Kilometer lange Strecke ist die mit Abstand kürzeste im WM-Kalender. Am Samstag finden nach jeweils drei freien Trainings die Qualifikationsläufe in den Klassen Moto3, Moto2 und MotoGP statt. Die Rennen starten dann am Sonntag um 11 Uhr (Moto3), 12.20 Uhr (Moto2) und 14 Uhr (MotoGP).

Gut zwei Monate ist es her, dass Öttl im spanischen Jerez ganz oben auf dem Treppchen stand. Im 91. Rennstart schaffte es der Moto3-Fahrer aus dem bayrischen Grenzörtchen Ainring bei Salzburg, sich zu belohnen. „Das ist der schönste Tag in meinem Leben“, sagte Vater Peter damals, sein Teamchef. Beide hätten wohl nicht gedacht, dass eine neue Durststrecke bevorstehen würde.

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