Fußballer aus dem Saarland

Diese Saarländer spielten in der Bundesliga

Saarbrücken. Seit 1963 führte der Weg vieler Fußballer aus dem Saarland in die höchste deutsche Liga. Zwei von ihnen sind Gottfried Peter und Wolfgang Seel.

Seinen ersten Trainingsplan bekam Gottfried Peter beim Bürgermeister. 1966 hatte sich der Mittelfeldspieler von Bundesliga-Absteiger Borussia Neunkirchen entschieden, zu 1860 München zu wechseln - dem deutschen Meister. Was das für ein Abenteuer werden würde, erkannte Peter, als das Oberhaupt seines Heimatdorfes mit dem Rad zu ihm eilte. In Macherbach gab es damals nur ein Telefon. Das des Bürgermeisters, der außer Atem sagte: "Da hat ein Max Merkel angerufen." Der Meistertrainer der Sechziger. Peter sollte zum Training antreten. Am nächsten Tag.

Die Bundesliga existiert seit 1963. In all den Jahren erlebte die Liga genau 83 Spieler, die ihre Laufbahn im Saarland begannen. Hinter dieser Zahl verbergen sich unzählige Geschichten. Sie zeigen, wie sich der Fußball verändert hat. Allgemein, aber auch in der Region. Gab es vor Einführung der Eliteklasse vier Erstliga-Vereine im Saarland, wurden sie danach zur Seltenheit. Mit dem 1. FC Saarbrücken, Borussia Neunkirchen und dem FC Homburg schafften es nur drei Saar-Clubs in die Bundesliga. Für insgesamt elf Jahre. Das heißt: Wer als Spieler in der höchsten Liga ankommen wollte, musste meist fort.

Als die Bundesliga startete, gehörte es noch zum guten Ton, die Angebote auswärtiger Vereine auszuschlagen. Wen es in die weite Fußballwelt verschlug, war ein Abenteurer. Doch: Bald waren Ortswechsel keine Ausnahme mehr, sondern die Regel. Es entstand der Transfermarkt, den wir heute kennen. Mobilität gehörte zum neuen Berufsbild des Profis.

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