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Deutsche Bobs starten als Gejagte in die Saison

Sigulda. Rund neun Monate liegt der goldene Februar von Pyeongchang nun schon zurück, doch die Erleichterung im deutschen Bobsport ist noch immer spürbar. Drei Rennen, drei Olympiasiege, die Schmach von Sotschi 2014 endlich abgehakt – und mit einem Mal fühle sich alles „ganz anders an“, sagt Bundestrainer René Spies: „Dieser Riesendruck ist einfach weg.

Man geht viel entspannter in die Saison.“

An diesem Freitag und Samstag beginnt für die deutschen Schlitten der nacholympische Winter mit dem Weltcup im lettischen Sigulda, und erstmals seit Jahren stehen sie wieder als klarer Branchenführer am Start. Mit Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich, der nebenbei auch Doppel-Weltmeister ist. Und mit Mariama Jamanka, die den deutschen Frauen in Südkorea sensationell Gold bescherte.

Diese Erfolge haben zwei spürbare Auswirkungen. Die ständigen Zweifel nach den medaillenlosen Winterspielen 2014 sind verflogen, die deutschen Bobs gehen aus einer Position der Stärke in die Bahn. Und sie werden von der Konkurrenz wieder ehrfürchtig beäugt. „Der Respekt ist da, wir sind wieder die Gejagten“, sagt Spies.Denn nach Jahren, in denen das Material nicht konkurrenzfähig war, bestimmen die Schlitten der staatlich geförderten Schmiede FES endlich die Weltspitze mit.


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