Sportpolitik

Top-Athleten attackieren DOSB-Präsident Hörmann

Frankfurt. Zahlreiche deutsche Spitzensportler haben im Ringen um die Finanzierung einer unabhängigen Athletenvertretung den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angegriffen. „Athleten sind Nutzobjekte in diesem System“, sagte Skirennfahrer Felix Neureuther der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Ich habe den Eindruck, dass der DOSB und sein Präsident fürchten, die Macht zu verlieren, über Sportler zu bestimmen.“ Anlass für den Unmut ist die Streichung von 225 000 Euro aus dem Etatplan des Bundesinnenministeriums, die für die Einrichtung einer professionellen Geschäftsstelle der Sportlervertretung „Athleten Deutschland e.V.“ vorgesehen waren.

Zahlreiche deutsche Spitzensportler haben im Ringen um die Finanzierung einer unabhängigen Athletenvertretung den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angegriffen. „Athleten sind Nutzobjekte in diesem System“, sagte Skirennfahrer Felix Neureuther der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Ich habe den Eindruck, dass der DOSB und sein Präsident fürchten, die Macht zu verlieren, über Sportler zu bestimmen.“ Anlass für den Unmut ist die Streichung von 225 000 Euro aus dem Etatplan des Bundesinnenministeriums, die für die Einrichtung einer professionellen Geschäftsstelle der Sportlervertretung „Athleten Deutschland e.V.“ vorgesehen waren.

Neureuther wirft DOSB-Präsident Alfons Hörmann vor, die Etablierung einer eigenständigen Sportlerkommission mit der Politik zu torpedieren. Neben Neureuther drängen auch die Olympiasieger Lena Schöneborn (Moderner Fünfkampf), Kristina Vogel (Bahnrad), Fabian Hambüchen (Turnen) und Robert Harting (Diskus) darauf, die unabhängige Vertretung der Athleten zu ermöglichen, um auf Augenhöhe mit DOSB, Politik und Wirtschaft über eigene Belange zu sprechen.

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