DFB-Pokal

Union nimmt den FCS ernst

Die FCS-Fans hoffen auf die Pokalsensation.FOTO: BeckerBredel

Saarbrücken. Der Fußball-Zweitligist will sich am Sonntag im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken nicht überraschen lassen.

Der 26. Mai 2001 ging als einer der absoluten Höhepunkte in die Vereinsgeschichte von Union Berlin ein. Der damalige Fußball-Drittligist aus Köpenick stand im Finale des DFB-Vereinspokals dem FC Schalke 04 gegenüber. Vor 73 000 Zuschauern machte Schalke-Star Jörg Böhme zwei Tore für die Königsblauen, die „Eisernen“ wurden zum „Pokalsieger der Herzen“ – und durften, weil Schalke ja für die Champions League qualifiziert war, im Europapokal antreten.

Seither sind die Auftritte von Union im DFB-Pokal aber eher durchwachsen. Sieben Mal flog man seit 2001 in der ersten Runde raus. Kein Wunder also, dass Union-Trainer Jens Keller das Spiel beim 1. FC Saarbrücken (Sonntag, 15.30 Uhr/Sky) sehr ernst nimmt. Geheimtraining unter der Woche, Vorbereitung mit den original Spielbällen des Saarbrücker Ausrüsters. „Wir sind auf dem Papier Favorit, aber müssen das erst auf dem Platz beweisen“, sagte Keller, „wir bereiten uns auf den FCS so vor wie auf jeden Zweitligisten.“

Kenner der Szene an der Alten Försterei gehen aber davon aus, dass der ehemalige Schalker Trainer einigen Spielern aus der zweiten Reihe eine Chance geben wird. Das macht die Aufgabe für FCS-Trainer Dirk Lottner und seine Mannschaft nicht unbedingt einfacher. „Das macht es sogar schwerer, sie von den Namen her zu greifen“, sagt Lottner, der den Gegner hat beobachten lassen. Mit Jens Keller hat er gemeinsam in Köln gespielt, doch außer einer kurzen Textnachricht gab es bislang keinen Kontakt.

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