Schlechte Erinnerungen

Andrea Petkovic will ihre Fed-Cup-Dämonen vertreiben

Andrea Petkovic FOTO: dpa / Nick Wass

Andrea Petkovic hat im Fed Cup bereits viele Höhen und Tiefen erlebt. Ihr letzter Auftritt im Deutschland-Trikot war aber sicher einer ihrer schlimmsten. Bei ihrem Comeback in Braunschweig will sie den Alptraum von Hawaii vergessen lassen.

Andrea Petkovic wirkt hochkonzentriert. Im Training mit Tatjana Maria lässt sich die 31 Jahre alte Darmstädterin auch von den zum Teil recht lauten Aufbauarbeiten rund um sie herum in der Braunschweiger Volkswagen Halle nicht irritieren. Druckvoll jagt sie eine Vorhand nach der anderen über das Netz. Ein Lächeln huscht der sonst oft zu Späßen oder Tanzeinlagen aufgelegten Hessin in der Vorbereitung auf die Fed-Cup-Partie gegen Weißrussland am Wochenende nur selten über das Gesicht.

Es ist zwei Jahre her, dass Petkovic letztmals für Deutschland im Fed Cup aktiv war. Die Erinnerungen daran sind nicht gerade positiv. Im Urlaubsparadies Hawaii erlebte Petkovic im Februar 2017 ihren persönlichen Alptraum. In der Erstrunden-Partie gegen die USA führte die einstige Top-Ten-Spielerin im Spitzeneinzel gegen Coco Vandeweghe bereits mit 6:3, 4:2 und hatte zwei Breakbälle zum 5:2. Doch dann brach Petkovic völlig ein, gewann kein einziges Spiel mehr und verlor am Ende 6:3, 4:6, 0:6.

Es ist der Tiefpunkt eines desaströsen Wochenendes, an dem Deutschland am Ende 0:4 verliert. „Diese Niederlage geht absolut auf meine Kappe“, sagte Petkovic danach geknickt. „Es ist schwierig für mich, das in Worte zu fassen, weil ich in dem Moment selbst nicht so genau weiß, was da mit mir passiert.“

(sef/dpa)
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