Hüftprobleme

Murray kündigt unter Tränen Abschied vom Tennis an

Der britische Tennisprofi Andy Murray bei einer Pressekonferenz vor den Australian Open. FOTO: REUTERS / STRINGER

Andy Murray schaffte es als einer der wenigen Tennisspieler, Roger Federer, Rafael Nadal und Novak Djokovic bei großen Turnieren zu besiegen. Nun geht die Karriere des Briten zu Ende - wie Murray unter Tränen vor den Australian Open ankündigte.

Zwei Worte, weiter kam Andy Murray erst einmal nicht. „Nicht toll“ - nach dem Anfang der ersten Antwort musste sich die einstige Nummer eins der Tennis-Welt in einem Nebenraum noch einmal sammeln. Murray musste wohl auch die ersten Tränen vergießen, bevor er am Freitag in Melbourne mit belegter Stimme und viel Mühe erstmals das Wort „aufhören“ öffentlich über die Lippen brachte.

Die Schmerzen an der rechten Hüfte sind weiter so schlimm, dass der 31 Jahre alte Schotte sich derzeit nicht einmal beschwerdefrei Schuhe und Socken anziehen kann. „Ich habe eine Menge Schmerzen - es ist zu viel“, sagte er. „Der Schmerz erlaubt mir nicht, Spaß am Training oder Wettkampf zu haben“, klagte Murray. „Ich habe versucht, damit klar zu kommen. Ich habe darüber geredet, aber davon geht es meiner Hüfte nicht besser.“ Echte Lebensqualität sieht anders aus.

Gut möglich also, dass die Montag beginnenden Australian Open schon das letzte Turnier für einen der besten Spieler des vergangenen Jahrzehnts sind, auch wenn sich Murray gern erst im Sommer in Wimbledon verabschieden würde. „Ich bin nicht sicher, ob ich noch vier oder fünf Monate unter Schmerzen spielen kann. Ich möchte es bis Wimbledon schaffen und dann aufhören, aber ich bin nicht sicher, ob ich das machen werde“, sagte er.

(rent/dpa)
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