Fed-Cup-Team gegen Weißrussland chancenlos

Andrea Petkovic und der „Schlag ins Gesicht“

Andrea Petkovic war im Fed Cup die Weißrussin Aryna Sabalenka chancenlos. FOTO: dpa / Julian Stratenschulte

Gegen Weißrussland verliert die ersatzgeschwächte Auswahl des Deutschen Tennis Bundes alle drei Einzel deutlich. Im April geht es nun um den Klassenerhalt in der Weltgruppe der besten acht Nationen.

Abstiegskampf statt Titelhoffnung: Ohne Angelique Kerber und Julia Görges sind die deutschen Tennis-Damen im Fed Cup weit entfernt von der Weltspitze. Während sich die beiden Spitzenspielerinnen in Doha auf das topbesetzte WTA-Turnier vorbereiten, setzte es in der Erstrunden-Partie gegen Weißrussland drei teilweise heftige Niederlagen. Tatjana Maria, Andrea Petkovic und Laura Siegemund blieben in Braunschweig ohne Satzgewinn und waren gegen Aryna Sabalenka und Andrea Sasnowitsch chancenlos.

„Alle haben alles versucht“ sagte Teamchef Jens Gerlach. Der 45-Jährige war nicht allzu enttäuscht von seinen Spielerinnen, denn der Qualitätsunterschied zur Weltranglisten-Neunten Sabalenka war einfach zu groß. Anstatt nun am 20. und 21. April ein Halbfinale gegen Australien oder die USA zu bestreiten, muss die deutsche Auswahl in den Playoffs gegen den Abstieg in die Weltgruppe II kämpfen. Bei einem Sieg hätte das DTB-Team im Jahr 2020 erneut die Chance, in der Elitegruppe der besten acht Nationen anzutreten und einen erneuten Angriff auf den so ersehnten Titel zu starten.

Nach den Auftaktniederlagen von Maria und Petkovic am Samstag ließ Chefcoach Gerlach anstatt der deutschen Nummer eins Maria die 30 Jahre alte Siegemund gegen die überragende Sabalenka antreten. Nach 79 Minuten und einer klaren 1:6, 1:6-Niederlage war für Siegemund ihre Einzel-Premiere im Fed-Cup-Team aber schnell wieder vorbei und die einseitige Erstrunden-Partie beim Stand von 0:3 vorzeitig entschieden. „Sabalenka war eine Klasse für sich. Als wenn man gegen Serena Williams spielen würde“, sagte Siegemund.

(lt/dpa)
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