Ausbildungsberuf

Der richtige Job für Frühaufsteher

Der Auszubildende Tobi Gennrich bereitet in der Bäckerei und Konditorei Plentz nicht nur Brötchen und Brot zu, sondern auch fruchtige Törtchen. FOTO: dpa-tmn / Klaus-Dietmar Gabbert

Oberkrämer/Berlin. Bäckerlehrlinge kneten, formen, spritzen und glasieren den ganzen Tag. Auch heute noch stellen sie oft in Handarbeit nicht nur das täglich Brot für den Familientisch her, sondern sie bereiten zu Feiertagen auch besondere Köstlichkeiten zu.

Schon am frühen Abend neigt sich der Tag für Tobi Gennrich dem Ende zu. Der 17-Jährige aus dem brandenburgischen Velten macht eine Ausbildung zum Bäcker und steht daher immer früh auf. Schon während der Schulzeit hat er in der Bäckerei und Konditorei Plentz in Oberkrämer ausgeholfen. Ihn fasziniere, dass der 1877 gegründete Familienbetrieb Wert auf Handarbeit lege. Besonders viel Spaß bereite es ihm, Brötchen zu wirken, also den Teig in die gewünschte Form zu bringen.

Zurzeit steht er morgens um drei Uhr auf und fängt um vier an zu arbeiten. „Nachts aufzustehen macht mir nichts aus“, betont er. Wer Bäcker werden wolle, dürfe davor keine Scheu haben. Und rechnen zu können sei wichtig – zum Beispiel um die Mischungsverhältnisse der Zutaten zu kalkulieren.

Karl-Dietmar Plentz, Bäckermeister und Geschäftsführer von Gennrichs Ausbildungsbetrieb, ist es wichtig, in seiner Backstube unterschiedliche Charaktere zu fördern. Es erhielten auch junge Menschen eine Perspektive, „die eine zweite Chance im Leben brauchen.“ Wer eine Lese- und Schreibschwäche habe, könne trotzdem ein guter Handwerker werden.

(dpa)
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