Berufe

Lässt sich auch ein schwarzer Anzug von der Steuer absetzen?

Berlin. Der Bundesfinanzhof verhandelt einen Fall, in dem Trauerbegleiter den Kauf ihrer Berufskleidung steuerlich geltend machen wollten.

Selbstständige und Arbeitnehmer, die aufgrund ihrer Tätigkeit typische Berufsbekleidung tragen müssen, können die Kosten für die Anschaffung, Änderung, Reparatur und Reinigung von der Steuer absetzen. Ob dies auch für den schwarzen Anzug gilt, der im Prinzip auch in der Freizeit getragen werden könnte, ist allerdings juristisch umstritten.

Vor dem Bundesfinanzhof (BFH) läuft zu dieser Frage ein Gerichtsverfahren (Aktenzeichen: VIII R 33/18). „Von diesem Verfahren können auch andere Steuerzahler profitieren, die wegen ihrer Tätigkeit besondere Berufsbekleidung tragen müssen, die aber grundsätzlich auch alltagstauglich wäre“, sagt Isabel Klocke vom Bund der Steuerzahler.

In dem verhandelten Fall waren die Kläger als selbstständige Trauerbegleiter tätig und gaben die Kosten für den schwarzen Anzug beziehungsweise die schwarze Damenbekleidung in der Steuererklärung als Betriebsausgaben an. Das Finanzamt erkannte die Kosten jedoch mit der Begründung nicht an, dass diese Art von Kleidung auch für private Anlässe geeignet sei.

(dpa)
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