Ausbildungsberuf

So wird das Auto wohnlich

Die Auszubildende Nataly Schleif montiert eine Türinnenverkleidung. FOTO: dpa-tmn / Daniel Maurer

Sindelfingen. Ob in Pkw, Lastwagen, Bussen, Zügen oder Schiffen – Fahrzeuginnenausstatter sorgen für das Wohlbefinden der Passagiere. Die Fachkräfte lernen unter anderem, Nähmaschinen zu bedienen und Kabel richtig zu verlegen.

() Wer einmal versucht, den Innenraum eines Autos auszustatten, bekommt einen Eindruck davon, wie viele Einzelteile und Details dort eine Rolle spielen. Vom Sitzpolster über Cockpit-Armaturen bis hin zum Getränkehalter. Sicher, komfortabel und stilvoll soll die Fahrt im Auto sein.

Dafür sorgt beispielsweise Nataly Schleif. Die 20-Jährige absolviert eine Ausbildung zur Fahrzeuginnenausstatterin bei Daimler im Mercedes-Benz Werk in Sindelfingen. Sie formt und polstert Sitze, verlegt Teppichböden und dichtet Türen und Fenster ab. Lenkräder und Armaturbretter werden mit Leder überzogen, Fahrzeughimmel verkleidet, Verdecke für Cabrios gefertigt. Daneben verlegt Schleif Kabel für die Zentralverriegelung und Fensterheber und montiert die entsprechenden Schalter. „Der Job ist wirklich sehr spannend und abwechslungsreich“, sagt die Auszubildende.

Der Beruf des Fahrzeuginnenausstatters ist nicht auf Pkw beschränkt – Lkw, Busse, Züge, Schiffe und Flugzeuge fallen ebenfalls ins Aufgabengebiet. „Bewerber müssen einen Sinn für Form und Farben haben“, sagt Michael Assenmacher vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK) in Berlin. Neben handwerklichem Geschick brauchen die Fachkräfte auch einen Sinn für Technik. Zunehmend montieren sie auch Sonderausstattungen. „Das können etwa spezielle Massagesitze, Kühlfächer, Spiegel fürs Schminken oder Halter für die Wasserflasche sein“, erzählt Schleif.

(dpa)
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