Weiterbildung finanzieren

Weiterbildung kann gefördert werden

Auch für den Meisterbrief gibt es unter bestimmten Umständen finanzielle Unterstützung. FOTO: dpa-tmn / Britta Pedersen

Münster/Bonn. Wer sich beruflich weiterbildet, muss oft eine Menge Kosten stemmen. Da kann das Aufstiegs-Bafög weiterhelfen. Die Förderung gibt es nicht nur für Meister, verschiedene Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, um sie zu bekommen.

(dpa) Auch nach einer abgeschlossenen Berufsausbildung investieren viele in die eigene Weiterbildung. Ein Maurer zum Beispiel, der seinen Meister macht, um später einmal seinen eigenen Betrieb zu führen. Oder eine Stationsleiterin, die mit Fortbildungen in ihrem anspruchsvollen Beruf am Ball bleiben will. Doch solche Fort- und Weiterbildungen wollen finanziert sein. Was unter Studenten wohlbekannt ist, gibt es auch für berufliche Fortbildungen: das sogenannte Aufstiegs-Bafög. Egal ob Meister, Erzieher, Techniker, Fach- oder Betriebswirt – das Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFGB) unterstützt die Vorbereitung auf mehr als 700 Fortbildungsabschlüsse. Vielen ist es noch als „Meister-Bafög“ bekannt. Vor ein paar Jahren hat sich der Name allerdings in Aufstiegs-Bafög geändert. „Dadurch fühlen sich mehr Menschen angesprochen“, erklärt Brigitte Seyfried vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB).

Wer hat Anspruch auf die Förderung? Nach Angaben des Bundesbildungsministeriums ist das jeder, der zur Fortbildungsprüfung oder zur Fachschule zugelassen wird. Eine Altersgrenze gibt es nicht. Häufig wird aber eine abgeschlossene Erstausbildung erwartet. Der angestrebte berufliche Abschluss muss außerdem ein bestimmtes Niveau haben. Konkret muss er über dem von Facharbeitern, Gesellen, Gehilfen und über dem Abschluss an einer Berufsfachschule liegen.

Generell müsse die Fortbildungsmaßnahme mindestens 400 Unterrichtsstunden umfassen, um gefördert zu werden, erklärt Birgit Szybalski von der Handwerkskammer Münster. „Vollzeitlehrgänge müssen pro Woche mindestens 25 Unterrichtsstunden an vier Werktagen stattfinden und dürfen nicht länger als drei Jahre dauern.“ Fachkräfte können die Berufsfortbildungen oft auch in Teilzeit machen. Das wird gefördert, wenn monatlich im Durchschnitt mindestens 18 Unterrichtsstunden besucht werden. Die Weiterbildung darf dann nicht länger als vier Jahre dauern.

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