Bayern besonders betroffen

Alarm im Fichtenwald: Borkenkäfer vermehrt sich rasant

Winziger Schädling mit großer Wirkung: Ein Borkenkäfer krabbelt im Schwarzwald über eine Ein-Cent-Münze. Foto: Uli DeckFOTO: Uli Deck

Freising. Borkenkäfer machen den Waldbesitzern dieses Jahr insbesondere in Bayern massiv zu schaffen. Ein warmer Herbst, ein milder Winter und dann schon früh im Jahr Temperaturen um 18 Grad - damit sind die Käfer früh geschlüpft und haben sich zahlreich vermehrt.

„Es ist rasant losgegangen, wir haben eine große Befallsdichte“, sagte ein Sprecher der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) in Freising. „Außergewöhnlich ist das Tempo der Entwicklung - es ging noch nie so schnell wie heuer.“ Vor allem trifft es Fichten. Auch in anderen Bundesländern sind die Baumschädlinge aktiv, allerdings längst nicht so stark.

„Wir wissen, dass in Bayern, in Tschechien und in Teilen Österreichs eine starke Borkenkäferdynamik vorhanden ist“, sagte Martin Neumeyer, Vorstandschef der Bayerischen Staatsforsten. „Auch im Staatswald ist die Situation in einigen Regionen angespannt.“ Das hänge sehr stark an den örtlichen Bedingungen, am Witterungsverlauf - und an den Schadensgebieten des Sturmes Niklas von 2015. „Niklas-Gebiete sind auch Borkenkäfergebiete. Das sind Folgewirkungen des Sturms“, sagte Neumeyer. Denn im ausgelichteten Wald sei es wärmer - der Käfer vermehre sich stärker.

Infos der LWF zum Borkenkäfer

LWF-Karte zu Borkenkäfer-Monitoring

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